Keine Änderung der Abzinsungssätze für Rückstellungen nach § 253 HGB in 2015

Vor dem Hintergrund der seit längerem anhaltenden Niedrigzinsphase mehren sich die Diskussionen, ob die Bewertung von mittel- und langfristigen Rückstellungen in der Handelsbilanz zu einer realitätsgerechten bilanziellen Abbildung führt. Die Niedrigzinsphase führt unter sonst gleichen Bedingungen zu steigenden Rückstellungen, was sich insbesondere bei Pensionsrückstellungen bemerkbar macht und das Ergebnis belastet. Mittlerweile zeichnet sich ab, dass § 253 HGB nicht mehr in 2015 geändert wird. Offen ist, ob zu Beginn des Jahres 2016 eine rückwirkende Regelung auf den Jahresabschluss zum 31.12.2015 zu erreichen ist. Zwar gibt es auf der politischen Ebene einige Befürworter einer derartigen Lösung, ob eine schnelle Gesetzesänderung kommen wird, ist derzeit allerdings nicht absehbar.

Betroffenen Unternehmen bleibt anzuraten, die Aufträge für die Einholung von Pensionsgutachten so spät als möglich zu erteilen, um nicht – sollte die rückwirkende Änderung des § 253 HGB Anfang 2016 noch erfolgen – ggf. ein zweites, aktualisiertes Gutachten einholen zu müssen.

Quelle: IDW

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