Referentenentwurf Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz

Das Bundesministerium der Justiz hat den Referentenentwurf Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRuG) veröffentlicht. Der Gesetzentwurf berücksichtigt die durch die Änderungen der EU-Bilanzrichtlinie im Jahr 2013 erforderlichen Anpassungen im Bereich der handelsrechtlichen Rechnungslegung. Der Gesetzentwurf sieht eine Umsetzung der entsprechenden Änderungen mit Wirkung für ab dem 1.1.2016 beginnende Geschäftsjahre vor.

Eine Ausnahme hiervon ist die beabsichtigte Anhebung der Schwellenwerte für Kapitalgesellschaften und haftungsbeschränkte Personenhandelsgesellschaften. Diese sollen bereits mit Wirkung für nach dem 31. Dezember 2013 beginnende Geschäftsjahre wie folgt angepasst werden: Kleine Kapitalgesellschaften: Umsatzerlöse Mio-EUR 12,0 (bisher: 9,68), Bilanzsumme; Mio-EUR 6,0 (bisher: 4,84). Mittelgroße Kapitalgesellschaften: Umsatzerlöse Mio-EUR 40,0 (bisher: 38,5), Bilanzsumme; Mio-EUR 20,0 (bisher: 19,25). Entsprechend sollen die Schwellenwerte im Konzernabschluss wie folgt geändert: werden Bruttomethode: Umsatzerlöse Mio-EUR 48,0 (bisher: 46,2), Bilanzsumme; Mio-EUR 24,0 (bisher: 23,1). Nettomethode: Umsatzerlöse Mio-EUR 40,0 (bisher: 38,5), Bilanzsumme; Mio-EUR 20,0 (bisher: 19,25). Damit könnten die größenabhängigen Erleichterungen bei einem dem Kalenderjahr entsprechenden Geschäftsjahr- vorausgesetzt, das BilRuG wird zeitgerecht verabschiedet – bereits für den Jahresabschluss 2014 in Anspruch genommen werden.

Der Gesetzentwurf ist in der Anlage beigefügt.

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