DRS 20: Neue Anforderungen an den (Konzern-) Lagebericht

DRS 20 ist auf das nach dem 31.12.2012 beginnende Geschäftsjahr erstmals anzuwenden, d. h. bei kalendergleichem Geschäftsjahr erstmals in 2013. Folgende wesentlichen Neuerungen sind zu beachten: Verkürzter Prognosezeitraum: Der Prognosezeitraum wird von bisher zwei auf nunmehr ein Jahr reduziert. Darüber hinausgehende Sondereffekte der Unternehmensentwicklung sind gleichwohl anzugeben.   Erhöhte Prognosegenauigkeit: Nunmehr müssen die Prognoseaussagen einen positiven oder negativen Trend erkennen lassen und dessen Intensität (stark, erheblich, geringfügig, leicht steigend bzw. fallend) ist anzugeben. Rein komparative Aussagen, wie z. B. „wir erwarten einen steigenden Umsatz“, sind nicht mehr zulässig. Vielmehr sind künftig Prognosen mit einem Zahlenwert, mit einer Bandbreite zwischen zwei Zahlenwerten oder vergleichend und bewertend (z. B. „erheblich steigender Umsatz“) darzustellen.
Besonders zu beachten ist ein neu geschaffenes Zusammenspiel: Künftig sind im Prognosebericht die bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren so zu ermitteln, dass ein Abgleich mit den Ist-Werten im folgenden Berichtsjahr möglich ist. Im Folgejahr ist im Rahmen des Wirtschaftsberichts die letztjährige Prognose mit der tatsächlich eingetretenen Geschäftsentwicklung zu vergleichen (Prognose-Ist-Vergleich). Weicht diese signifikant von der tatsächlichen Entwicklung ab, dürfte dies beim interessierten Leser zugleich Zweifel an der Wertigkeit der diesjährigen Prognose hervorrufen.

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