Pauschalversteuerung von Geschenken? Keine Anwendung auf Aufmerksamkeiten

In Lohnsteuer-Außenprüfungen gerät die Pauschalversteuerung von Kundengeschenken zunehmend in den Fokus der Prüfer. Danach werden an Kunden (oder auch Mitarbeiter) gemachte Geschenke als Sachzuwendung mit 30% Lohnsteuer (zzgl. Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag) belegt, da ansonsten der Empfänger des Geschenks dieses als steuerpflichtige Einnahme in seiner Steuererklärung angeben müsste. Weigert sich der Schenker, die Pauschalversteuerung vorzunehmen, verschicken die Lohnsteuerprüfer Kontrollmitteilungen an die Finanzämter der Geschenkempfänger.
Bislang wurden von den Finanzbehörden nur sog. Streuwerbeartikel (Kugelschreiber, Feuerzeuge etc.) mit einem Wert bis zu 10 EUR von dieser Besteuerung ausgenommen. Die Verfügung der OFD-Frankfurt vom 12.10.2012 (Aktenzeichen S 2297b A – 1 – St 222, DB 2013, S. 206) erweitert die Befreiung bis zur Höhe sog. Aufmerksamkeiten, d. h. einem Wert von 40 EUR. Auf diese Weise werden viele Fälle „entschärft“ und die Schenkenden können sich unter Berufung auf diese Verfügung von der Pauschalversteuerung befreien.
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